Drupal: Meet the hidden champion

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Content Management Systeme wie WordPress oder TYPO3 sind hinlänglich und weithin bekannt, aber ein „Hidden Champion“ wird immer wieder (zu Unrecht) gerne vergessen, wenn es um die Umsetzung von anspruchsvollen Websites geht: nämlich Drupal.

Was ist Drupal?

Drupal (anglizierte Form des niederländischen Worts „druppel“, dt. Tropfen) wurde vom belgischen Informatiker Dries Buytaert Anfang der 2000er Jahre konzipiert. Es ist ein unter Open Source Lizenz veröffentlichtes und von einer Community von mehr als 30.000 Entwicklern weltweit vorangetriebenes Content Management System sowie Content Management Framework.

Im Gegensatz zu anderen CMS punktet Drupal zwar nicht wirklich mit Benutzerfreundlichkeit (da hat z.B. WordPress definitiv die Nase vorn), bietet aber überragende Features wenn es um Anforderungen geht, die über die einer klassischen CMS-Website oder eines kleinen Webshops hinausgehen. So gibt es direkt an Bord unter anderem:

  • Direkt im System vorhandene Möglichkeit zur Definition von eigenen Inhaltstypen
  • Views-System zum Bau von maßgeschneiderten Ausgabe-Möglichkeiten für eigenen Content
  • Unterstützung für Mehrsprachigkeit inkl. Content Translation
  • Ausgereiftes Berechtigungsmanagement mit eigenen Benutzerrollen, -profilen etc.
  • Modul- und Theme-Ökosystem mit Coding Standards und laufenden Updates & Sicherheitspatches
  • Global aktive Community die Drupal-Kern, Module und Themes (die meist frei erhältlich sind) pflegt und weiterentwickelt
  • Möglichkeit zum Sponsoring von Modul- oder Theme-Entwicklung
  • Moderner Aufbau auf Symfony Framework, Twig uvm. (seit 8.x)
  • Hooks, Overrides und Child Themes für die solide Entwicklung von dynamischen Websites und Applikationen
  • REST- und JSON-APIs direkt mit Bordmitteln im Drupal-Kern für alle Inhaltstypen generierbar
  • und vieles mehr

Wo ist der Haken?

Ein „Haken“ (wenn man das so sehen will) ist sicher, dass Drupal keine Software für „Allerwelts-Webdesigner“ ist. Wer Websites, Shops und Anwendungen mit Drupal realisieren will, benötigt gute Skills in moderner Webentwicklung mit PHP und Frameworks bzw. Tools wie z.B. composer.

Dafür ist aber mit Drupal vieles auch ohne die komplett manuelle Umsetzung mit Frameworks wie Symfony aber auch Django oder nextJS möglich und es ist problemlos möglich, eine Drupal-Instanz mit Docker virtualisiert als Backend für eine anderweitig mit Frameworks wie Angular, Vue oder React umgesetzte Frontend-Applikation zu nutzen.

Drupal positioniert sich so zwischen CMS wie WordPress und der Custom-Entwicklung mit Full Stack Technologien – und das macht das Content Management Framework vor allem in den neuen Versionen ab 8.x sehr gut.

Sie überlegen eine Website, einen Shop oder eine Applikation umzusetzen? Dann geben Sie Drupal eine Chance – Sie werden überrascht sein. Für mehr Informationen stehen wir Ihnen natürlich wie immer gerne über unsere Kontaktseite zur Verfügung.

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